Zähne als Archive individueller Lebensgeschichten

Zähne sind so etwas wie geheime Archive. Richtig gelesen, liefern sie die lückenlose Dokumentation einer Lebensreise bis ins kleinste Detail.

Aus dem Aufbau und der Struktur der Zähne und Knochen lassen sich genaue Rückschlüsse zum Leben eines Menschen ziehen. 

Dieses Gerüst, was Biss und Haltung im Leben ausmacht, verrät viel mehr, als Du Dir denken kannst:

  • seine ethnische Herkunft,
  • das Alter, das Geschlecht und den Körperbau, 
  • die Art seiner Ernährung und die Qualität der Nahrung, 
  • den Verlauf des gesundheitlichen Zustands,
  • gibt sogar Rückschlüsse auf eine bestimmte Ahnenlinie,
  • auf die geographische Herkunft und die einzelnen Stationen seines Lebens,
  • ebenso auf den gesellschaftlichen Status, 
  • und auf seinen Bildungs- und Berufsstand.

Dabei beginnt alles schon mit der Zahnbildung!

Jeder Zahn durchläuft dabei mehrere Entwicklungsstadien, und diese zu unterschiedlichen Zeiten.

Bereits während der Embryonalentwicklung werden die unverkalkten organischen Zahnanlagen gebildet, in denen sich dann die Hartsubstanzen schichtweise einlagern. Dieser als Mineralisation bezeichnete Vorgang erfolgt stets von der Schneidekante des Zahnes ausgehend zur Wurzelspitze hin und ist für jeden Zahn zeitlich verschieden. 

Diese Schichten sind beim Blick auf die äußeren Flächen der Schneidezähne als mikrofeine Oberflächentextur erkennbar, man nennt sie Retzius-Linien oder Wachstumsstreifen. Diese sind im Querschliff eines Zahnes als konzentrische Kreise erkennbar und verlaufen im Längsschnitt von der Schmelz-Dentin-Grenze hin zur Zahnoberfläche.

So ist beispielsweise zum Zeitpunkt der Geburt schon die Mineralisation der Milchzähne in vollem Gange und sogar die der ersten großen bleibenden Backenzähne hat begonnen, obwohl diese ja erst zum 6. Lebensjahr in der Mundhöhle erscheinen. 

Aufgrund der Versorgungs- und Stoffwechselumstellung des Kindes nach der Geburt stoppt für eine kurze Zeit die Mineralisation, was bei Milchzähnen und den ersten großen Backenzähnen häufig als etwas breitere Wachstumsrille – dem sog. „Geburtsstreifen“ – deutlich sichtbar hervortritt.

Anhand der Mineralisationszeiten lassen sich also Rückschlüsse ziehen, zu welcher Zeit seines Lebens ein Mensch welche Mineralien in welcher Menge zur Verfügung hatte, um Zähne und Knochen aufbauen zu können und ob sein Körper in der Lage war, diese auch für seinen Aufbau zu nutzen.

  • Ist er vielleicht in einer Zeit des Nährstoffmangels aufgewachsen oder hat aufgrund einer Erkrankung einen Mangel entwickelt? 
  • Wurden Bestandteile aus bestimmten Medikamenten mit eingelagert, die Rückschlüsse auf seine gesundheitliche Situation liefern?
  • Welche Umstände könnten die Mineralisation behindert haben?

Der Lebensraum prägt die Beschaffenheit der in ihm lebenden Organismen

Das Isotopenprofil – also die vorkommenden Mineralien und Elemente des Erdbodens und der darunter liegenden Gesteinsschichten prägt über die Pflanzennahrung und vor allem über das Trinkwasser auch das Mineralstoffprofile in Knochen und Zähnen von Mensch und Tier. 

So lassen sich außerdem aufgrund von mineralischen Einlagerungen und dem Aufbau von Strukturen auch die geographischen Lebensstationen ziemlich genau bestimmen.

Ein gutes Beispiel sind die Forschungsergebnisse am Mann aus dem Eis – dem Ötzi.

Aus der genauen Analyse seiner Zahnsubstanzen leiten die Forscher ab, wie seine Lebensreise wohl verlaufen sein könnte.

Anhand der Einlagerung von Mineralien muss Ötzi in seiner Jugend Wasser aus Südtiroler Quellen getrunken haben.

Wasser ist die Haupt-Sauerstoffquelle für Biominerale wie Knochen und Zähne, und das in Südtirol unterscheidet sich von dem, was nördlich der alpinen Wasserscheide zu Tal fließt.

Anhand der Strontium- und Blei-Isotope konnte man den Lebensbereich des Gletschermannes noch genauer auf das mittlere Eisack- und das untere Pustertal eingrenzen. Später soll er auch im Vinschgau gelebt haben.

Ein abgebrochener Schneidezahn weist auf eine Gewalteinwirkung hin, der abgebrochene Höcker eines Backenzahnes aber auf sehr abrasive Nahrung, vielleicht Steinchen, die an seinen pflanzlichen Mahlzeiten anhafteten. Ötzi litt außerdem erstaunlicherweise auch an Karies und Parondontose, was wohl auf den Verzehr von überwiegend kohlenhydratreicher Nahrung und damals bestehender Mund-Hygienemaßnahmen schließen lässt.

Auch für Ermittlungen der Gerichtsmedizin liefert der Zahnstatus bis heute noch wichtige Hinweise zur Aufklärung von Fällen.

Wenn wir nun bedenken, dass die Spuren an unserer Hartsubstanz auf wirklich bedeutsame, und oftmals traumatisierende Lebensereignisse hinweisen, ist es nachvollziehbar, dass auch seelische Traumata hier tief verankert sind.

Das wäre für mich auch eine stimmige Erklärung dafür, dass Patienten, die sich ewig mit Reparaturmaßnahmen an kaputten Zähnen belastet haben, nach der Extraktion plötzlich ein Gefühl von Leichtigkeit und neuer Freiheit gespürt haben, und dass sich in deren Lebenssituationen plötzlich völlig unvorhergesehene und unerwartete Wandlungen vollzogen haben.

Ein Trauma zu bewältigen, kostet einiges an Energie

und es verschlingt Mineralien wie ein schwarzes Loch im All!

Hast Du vielleicht damit ein Thema, dann denke immer daran, Dich gut mit Vitalstoffen zu versorgen – Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind unverzichtbar für eine ganzheitliche Heilung!

Viel frisches Wasser trinken, natürliche Nahrungsmittel verwenden, das eigene umweltbewusste Konsumverhalten achtsam im Blick behalten, für die ausgewogene Balance zwischen Anspannung und Entspannung sorgen!

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3 Kommentare

  • Hallo liebe Annett,
    habe gerade mit Interesse Deinen Blog-Beitrag „Zähne als Archive individueller Lebensgeschichten“ gelesen. Grundsätzlich habe ich ab und an mal davon gehört, wie tief Infos in unseren Zähnen gespeichert und abrufbar sind … – Aber dass es so umfassende Dinge dort zu erforschen und zu erfahren gibt: Da staune ich, das wusste ich nicht. Fast umgehauen hat mich die Info bezgl.Trauma: „und es verschlingt Mineralien wie ein schwarzes Loch im All! „- Puh, dann ist es ja nur allzu gut, dass ich mir einige gute Dinge gestern bei lifeplus und heute auch neue „Grüne Lichtkraft“ bestellt habe. LG, H

    Antworten
    • Liebe Hildegard,
      vielen Dank für Dein Feedback, ich kenne ja Deine Story und freue mich, dass ich Dir helfen darf. Du wirst es schaffen, bleib dran und glaub an Dich, ich tu`s auch und ich bin gespannt, was Du heute in einem Jahr erreicht haben wirst.

      LG Annett

      Antworten

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