Parodontose und Darm zusammen behandeln

Die Situation in der Mundhöhle spiegelt den Gesamtzustand eines Organismus. Die ganzheitliche Betrachtung der körperlichen Zusammenhänge erklärt, warum Darmsanierung und Behandlungen in der Mundhöhle nur zusammen zum nachhaltigen Gesundheitserfolg führen.

Kannst Du Dir vorstellen, was das Geschehen in der Eingangshalle des Verdauungstrakts über das Treiben Deiner Mikroben-WG verrät?

Die Mundgesundheit hat einen ganz enormen Einfluss auf die Zusammensetzung unserer Darmflora und damit auf das gesamte Wohlbefinden.

Die Mundflora

Die Mundflora ist die Gesamtheit aller Mikroben, die in unserer Mundhöhle leben und einzeln ebenso wie als Gemeinschaft eine wichtige Funktion erfüllen. Entsteht zwischen diesen Mikrobenstämmen ein Ungleichgewicht (das kann verschiedene Ursachen haben), gewinnen einige Spezies die Oberhand in der Mundhöhle, während andere wichtige Mikroorganismen zurückgedrängt werden. Die Folgen sind gestörte Abbau-, Umbau- oder auch Aufbauprozesse von Stoffen. 

Das Immunsystem verstärkt zunächst den Blutstrom an den Ort des Geschehens, um Informationen, Bau- und Botenstoffe anzuliefern. Dies zeigt sich in einer Rötung und Schwellung des Zahnfleisches. Es reagiert empfindlich und neigt schnell zu Blutungen, beim Zähneputzen, beim Kauen harter Speisen.

Werden erste Warnsignale übersehen und die Ursachen für das entstandene Ungleichgewicht nicht gesucht und beseitigt, geht die akute Zahnfleischentzündung in eine chronisch fortschreitende Parodontitis über. Die Bakterien gedeihen unter diesen Bedingungen, haben sich sesshaft gemacht in versteckten Winkeln, wie Zahnfleischtaschen, Plaque und Zahnstein an Zähnen und Zahnersatz, auch auf der Zunge. Es steigt die Gefahr, dass sie ihr Territorium in Richtung Knochen ausweiten und ihn schädigen. Von Rötung, Schwellung oder Schmerzen ist jetzt an der Oberfläche nicht mehr unbedingt etwas zu spüren.

Stellst Du diese Anzeichen in Deinem Mund fest, besteht dringender (Be-)Handlungsbedarf:

  • blutendes Zahnfleisch
  • gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch
  • zurückweichendes Zahnfleisch
  • Mundgeruch trotz regelmäßiger Mundhygiene
  • Zahnhälse liegen frei
  • Zahnhälse reagieren empfindlich auf Kälte oder Wärme
  • Zähne verändern ihre Stellung oder wackeln
  • Zahnzwischenräume werden größer

Schreitet die Parodontose weiter fort, ist bald der gesamte Zahnhalteapparat in Mitleidenschaft gezogen. Die Folgen sind Schmerzen, deutlicher Knochenabbau, Zahnlockerung und schließlich Zahnverlust.

Ein besonderes Risiko, an Parodontose zu erkranken, besteht in bestimmten Lebenssituationen, wenn ein oder mehrere Faktoren zusammentreffen, die die Harmonie unserer Mundflora entgleisen lassen. Dazu gehören:

  • Fehl- oder Mangelernährung,
  • Übergewicht oder Untergewicht,
  • chronische Erkrankungen
  • Vergiftungen durch Umweltgifte, Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, dauerhafte Medikamenteneinnahme
  • Metalle oder andere unverträgliche Materialien im Mund aus Zahnersatz, auch Piercings!
  • beruflicher und auch privater Dauerstress und auf der anderen Seite fehlende Entspannung
  • infolge dessen Immunschwäche,
  • hormonelle Schwankungen bei Frauen während der Schwangerschaft und in den Wechseljahren
  • fortgeschrittenes Lebensalter

Zur Vorbeugung, parallel zur Behandlung und für einen nachhaltigen Behandlungserfolg sind diese Faktoren weitestgehend mit gesundheitsförderlichen Maßnahmen aufzufangen.

Gesunde Verhältnisse in der Mundhöhle schaffen

Hast Du bei Dir einige Symptome erkannt, oder hat Dein Zahnarzt bei der jährlichen Kontrolle eine Parodontitis festgestellt, gilt es sofort zu handeln, um die Erkrankung zu stoppen und auszuheilen. Je nach Fortschritt des Knochenabbaus wird der Zahnarzt eine entsprechende Therapie durchführen. Dabei liegt sein Fokus darauf, den schädigenden Bakterien ihre Lebensgrundlage zu entziehen und sie zu vertreiben. Dazu müssen bakterielle Beläge an Zähnen und an der Wurzeloberfläche beseitigt werden, auch vorhandener Zahnersatz muss gründlich gereinigt und überarbeitet werden!!! Sind alle Oberflächen glatt poliert, können auch nicht so schnell wieder Beläge anhaften. Eventuell muss auch erkranktes Zahnfleischgewebe entfernt werden. Mit Spülungen oder besonderen Medikamenten können Bakterien zusätzlich bekämpft werden.

Doch ACHTUNG, was die Auswahl und Zusammensetzung der Mundspüllösungen betrifft!

Oft schädigen chemische Mixturen den Biofilm und die Mundflora zusätzlich, besser sind jene, die auf natürlicher Basis die Bedingungen für den Aufbau und das Gleichgewicht des Mund-Mikrobioms unterstützen und gleichzeitig die Schleimhaut beruhigen und pflegen.

Knochen oder Gewebe, die bereits abgebaut worden sind, kann diese Behandlung nicht ersetzen. Dafür können nach Ausheilung der Entzündung weitere Behandlungssitzungen notwendig werden.

Gesundheitsfördernde Verhältnisse in der Mundhöhle zu schaffen bedeutet allerdings noch so viel mehr als nur Zähne putzen und regelmäßig zur Prophylaxe zu gehen. Worauf es wirklich ankommt und was in den meisten Zahnarztpraxen zum Thema Mundhygiene nicht ausreichend kommuniziert wird, findest Du im E-Book TÄGLICH ERFRISCHEND kurz und präzise auf den Punkt gebracht. 

Auch die zahngesunde Ernährung spielt eine überaus wichtige Rolle für die Mundhygiene und für unsere Gesamtgesundheit! Möchtest Du vielleicht Deinen Speiseplan optimieren?

Wird unsere Mundflora durch verschiedenste Einflüsse gestört, setzt sich dieses Durcheinander weiter unten im Verdauungstrakt fort.

Nirgendwo sonst ist die Anzahl und Vielfalt an Mikroben so groß wie in unserem Darm und alle sind irgendwann einmal über den Mund dorthin gelangt und werden durch die Nahrungsmittel mitversorgt, die wir aufnehmen.

Harmonie ist – wenn alle gleichermaßen gut versorgt sind, und zwischen ihnen ein stabiles und ausgeglichenes Verhältnis besteht. Dann arbeitet diese Gemeinschaft von Mikroben FÜR unsere Gesundheit.

Tiefer reinschauen kann der Gastroenterologe mit einem Endoskop, doch muss es denn erst soweit kommen?

Eine Zahn- und/oder Parodontosebehandlung in Kombination mit einer Darmsanierung stellt diese Harmonie auch nachhaltig wieder her. Dazu mehr im Blogartikel: Das Mikrobiom – ein eigenständiges Organ

Der Darm – unser „zweites Gehirn“

Der Darm enthält 500 Millionen Neuronen, die über das Nervensystem mit dem Gehirn verbunden sind. Zwischen den Vorgängen im Darm und den Vorgängen im Gehirn besteht eine direkte Verbindung.

Intensive Gefühle können direkte Reaktionen des Magen Darm Systems auslösen, wie Störungen der Verdauungsvorgänge, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall, aber auch Kribbeln oder die berühmten „Schmetterlinge“ im Bauch.

Umgekehrt beeinflusst die Darmfunktion auch die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns, was bedeutet, dass über eine Stärkung des Darmmikrobioms auch die Folgen von chronischem Stress, von Angstzuständen und Depressionen behandelt werden können!

Das Darmmikrobiom ist ein gut eingespieltes Ökosystem verschiedener Spezies, die für uns arbeiten, für unsere Gesundheit, für unser Gewicht, unser Wohlbefinden, für unsere Lebensenergiegewinnung! Sie machen Nährstoffe nutzbar, stellen Vitamine, Hormone, Enzyme, Aminosäuren her, bauen Gifte und Medikamentenrückstände ab, sie regulieren den Cholesterinspiegel, steuern das Stoffwechselgeschehen und trainieren das Immunsystem, sie beeinflussen sogar, wie wir die Welt sehen!!!

Genau deshalb ist es so wichtig, den mit Reizstoffen überfluteten Darm regelmäßig zu stärken, zu schützen und zu reinigen!

Für einen sauberen und gesunden Darm jedoch ist jeder selbst verantwortlich.

Dazu braucht`s kein Medikament, sondern eher die Anbindung zurück an die Natur!

Buchtipp: Das Darm-Hirn-Kartell und der Wert des Lebens von Frau Dr. med. Petra Wenzel

Die gute Nachricht ist, dass wir mit dem was wir essen, unser Mikrobiom sofort beeinflussen und damit die kleinen Helferlein zu einer optimalen interaktiven Zusammenarbeit animieren können.

Das Verschwinden einiger dieser Spezies scheint ein Problem unserer Zeit darzustellen, was mit der Verbreitung bestimmter Krankheiten in Verbindung steht.

Je nach bisheriger Lebens- und Ernährungsweise – ist eine gründliche Darmsanierung das Mittel der Wahl und die Abkürzung auf dem Weg, das gesamte Verdauungssystem von Grund auf zu reinigen, zu stärken und seine natürlichen Funktionen so zu regulieren, dass sich sowohl die Darmschleimhaut und mit ihr das ganze Mikrobiom wieder regenerieren können.

Dann nämlich ist der Körper rundum bestens geschützt.

Du möchtest gern Harmonie in Deinen Verdauungstrakt bekommen?

Der Online-Kurs „Die erfolgreiche Zahnsanierung“ bringt Dich schrittweise in die Umsetzung. Mehr und genauere Informationen erhältst Du im vorherigen Einführungs-Seminar und in regelmäßigen Live-Frage-Antwort Stunden

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