Superfrucht Kokosnuss

In diesem Beitrag geht es um die Frucht der tropischen Kokospalme. Diese harte Nuss gilt als echte Superfrucht! 
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Der Weg durch den Dschungel der Gesundheitsmythen führt uns heute direkt hin zu einer erfrischenden und sehr kraftvollen Quelle.

Die Kokospalme

kommt natürlicherweise an allen Küsten der feuchtwarmen Tropen vor. Seit Jahrtausenden liefert sie den dort lebenden Menschen fast alles, was sie zum Leben brauchen, erfrischendes und nahrhaftes Fruchtwasser und Fruchtfleisch, die Fasern der Schale, das Holz und die Palmwedel des Baumes. Und all diese Rohstoffe verstehen die Menschen auch seit jeher komplett zu nutzen und Wert zu schätzen.

Inzwischen wird die Kokospalme für den kommerziellen Gebrauch auch in Plantagen angebaut. Hauptanbauländer sind Indonesien, Philippinen, Indien, Brasilien, Sri Lanka, Vietnam, Papua-Neuguinea, Mexiko, Thailand und Malaysia.

Die Frucht der Kokospalme

verbirgt hinter ihrer harten rubbeligen Schale eine Menge Power und tolle Nährstoffe, welche vielfältig einsetzbar sind.

Das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss, die Kopra, wird aus der Schale entfernt, getrocknet, zerkleinert, zu Kokosflocken, Chips oder Kokoscremes verarbeitet, und natürlich wird es auch in Ölmühlen ausgepresst, um das uns bekannte wertvolle Kokosöl zu erhalten.

Kokosöl

ist ein bei Raumtemperatur festes, weißes bis gelblich-weißes Pflanzenöl, was sich bei Temperaturen knapp über 25°C verflüssigt.

Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist dabei, dass es sich um „natives“ oder „virgin“ Öl aus erster Kaltpressung handelt, nicht raffiniert!

Kokosöl besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren in Form von sogenannten Triglyzeriden.

Gesättigte Fettsäuren sind in den letzten Jahren völlig zu Unrecht in einen sehr schlechten Ruf geraten. Dabei ist es doch die Fettzusammensetzung und der unkontrollierte übermäßige Verzehr, die beim gleichzeitigen Zusammentreffen mit anderen Risikofaktoren Ursache für die Entstehung der typischen Zivilisationskrankheiten gründet!

Gesättigte Fette (wie beim Kokosöl) und an zweiter Stelle auch einfach ungesättigte Fette (wie beim Olivenöl) sind physiologisch sicher, natürlich und sehr gesund!

Mit 60-70 % enthält Kokosöl den höchsten Anteil an mittelkettigen Fettsäuren unter allen natürlichen Fetten.

Außer der Laurinsäure, die den Hauptanteil ausmacht, enthält Kokosöl noch weitere MCTs, nämlich Caprylsäure und Caprinsäure.

Die großartigen Eigenschaften und gesundheitsfördernden Wirkungen der „Superfrucht“ Kokosnuss gehen hauptsächlich auf diese mittelkettigen Fettsäuren zurück.

Mittelkettige Fettsäuren haben eine nachweislich entzündungshemmende, antibakterielle, antivirale, antifungale sowie antiparasitäre Wirkung, während die „guten“ (Darm)Bakterien nicht angegriffen werden.

Kokosöl hemmt durch seine antimikrobielle „Breitbandwirkung“ das Wachstum von Parasiten wie Bandwürmer, Leberegel und Giardia. Davon profitiert natürlich der ganze Organismus.

Es ist ein sehr leicht verdauliches Fett, gut wasserlöslich und kann ohne die Verdauungssäfte aus Galle und Bauchspeicheldrüse direkt über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Jetzt gelangt es auf direktem Weg zur Leber, die es leicht in Ketonkörper verwandelt, den Brennstoff in den Kraftwerken aller Körperzellen, den Mitochondrien.

Mittelkettige Fettsäuren erhöhen nachweislich den Energieverbrauch und steigern den energetischen Grundumsatz, kurbeln den Stoffwechsel an, regen die Wärmebildung im Körper an, führen zu einer schnelleren und anhaltenden Sättigung und erhöhen die Insulinempfindlichkeit der Muskelzellen. Studien weisen in die Richtung, dass der Verzehr von Kokosöl sogar beim Abnehmen hilft und die Gewichtskontrolle erleichtert, wenn gleichzeitig die entzündungsfördernden Omega 6 Fettsäuren, dazu Zucker und Kohlenhydrate stark reduziert werden!

Anwendungsbereiche:

Für die Zahngesundheit

steht die antibakterielle Wirkung des Kokosöls im Vordergrund. Die darin enthaltene Laurinsäure entfaltet ihre Wirkung ausschliesslich gegen dort ansässige pathogene Erreger, indem sie deren Zellmembranen auflöst. Kariesbakterien, aber auch Hefepilze, wie Candida gehen daran zugrunde. Gleichzeitig fördert es eine gesunde Mundflora, löst Beläge und bindet Toxine und pflegt die Mundschleimhaut und die Zähne.

Die Wirkung des Kokosöls beschränkt sich natürlich nicht nur auf den Mundraum, sondern zeigt sich im ganzen Körper. Die Verwendung von Kokosöl kann daher in besonderem Masse zur Stärkung des Immunsystems insgesamt sowie im Speziellen zur Abwehr gefährlicher Krankheitserreger beitragen.

Den Mund morgens für 20 Minuten mit einem natürlichen Öl zu spülen ist eine uralte, sehr wirksame Methode der Zahn- und Mundhöhlen-Pflege. Der Ausdruck „Ziehen“ beschreibt dabei die Tatsache, dass das Öl Bakterien und Belag aus der Schleimhaut „heraus zieht“.

Das E-Book TÄGLICH ERFRISCHEND beschreibt ausführlich das Ölziehen als Teil des morgendlichen Frische-Rituals.

Um das morgendliche Ölziehen im Bad unkomplizierter zu händeln, kannst Du Dir kleine feste Ölzieh-Pralinchen in Portionsgrößen nach Deinem individuellen Geschmack auf Vorrat vorbereiten.

Nimm dazu 100 ml (6-8 EL) Kokosöl und erwärme es, bis es flüssig ist. Füge 20-30 Tropfen (nach persönlichem Geschmack) natürliche ätherische Öle zu, wie z.B. Minze, Grapefruit, Zitrone oder auch Thieves, wilder Oregano oder Nelkenöl. Du kannst es abschmecken und nach eigenem Belieben variieren, bevor Du die Mischung in kleine Pralinen-Muffin-Förmchen gibst und im Kühlschrank erkalten und hart werden lässt. Die Ölzieh-Pralinchen dann in ein verschließbares dekoratives Glas umfüllen und im Bad bereit stellen (im Sommer eventuell im Kühlschrank lagern, um die Form zu erhalten).

So wohltuend Kokosöl von innen ist, so pflegend wirkt es auch von außen.

Es kann bei unreiner oder empfindlicher Haut, Herpes oder Cellulite gute Dienste leisten und als natürliches Pflegemittel eingesetzt werden.

Du kannst Deine Körperpflege- und Kosmetikprodukte auf Basis von Kokosöl ganz nach Belieben selbst herstellen:

  • zur Mundpflege als Ölzieh-Öl und Zahnputzmittel
  • zur Reinigung und Pflege der Haut, Haare und Nägel,
  • für einen Lippenpflegestift,
  • als Badezusatz,
  • als Peeling- oder Massageöl,
  • für ein selbstgemachtes Deo,
  • als Sonnen-Lotion,
  • zur Insektenabwehr und zur Linderung des Juckreizes, wenn Du bereits gestochen wurdest,
  • für die Bartpflege und als After-Shave-Balsam,
  • In einer kombinierten Anwendung zusammen mit Apfelessig tötet es sogar Kopfläuse.

Auf der Grundlage von Kokosöl in Kombination mit natürlichen ätherischen Ölen lassen sich hochwirksame Hilfs- und Hausmittel ganz einfach selbst herstellen – auch als Idee für ein selbstgemachtes Geschenk bestens geeignet!

Die Kokosnuss gewinnt auch in der Küche immer mehr an Beliebtheit.

Ihr Geschmack ist einfach köstlich und die Verwendungsmöglichkeiten die sie bietet, sind vielfältig. Frische Kokosnüsse sind so reich an Nährstoffen, dass sie über Wochen als alleiniges Nahrungsmittel verzehrt werden könnten, ohne dass ein Mangelempfinden auftritt. Die Ausgeglichenheit zwischen Fett- und Vitamingehalt trägt wesentlich zur Gesunderhaltung des Organismus bei. Nicht zuletzt auch aus diesem Grund wird sie in den westlichen Ländern als Aphrodisiakum und als Stärkungsmittel angesehen.

Darüber hinaus liefert die Kokosnuss einen Fruchtzucker, der für die Gehirntätigkeit nützliche Dienste leistet. In ihr enthaltene Mineralstoffe, wie Calcium, Magnesium und Phosphor unterstützen zusätzlich die körpereigenen Abwehrkräfte. Auch auf dem Gebiet der Spurenelemente enthält die Frucht alles das, was für eine ausgewogene Ernährung essentiell ist.

Kokosnussöl ist sehr hitzebeständig, sein Rauchpunkt liegt bei ca. 194 °C. Deshalb eignet es sich sehr gut als Back- und Bratfett. Zum Einfetten gusseiserner Pfannen (Der Klassiker unserer Großeltern ohne giftige Beschichtungen!) ist Kokosöl sehr gut geeignet.

Experimentiere doch ein wenig in Deiner Küche mit Kokosöl, Kokoschips, oder auch Kokoscreme als Beigabe Suppen und Soßen, zu selbstgemachten Brotaufstrichen, zu Desserts und süßem Gebäck, oder statt Milch oder Sahne in den Kaffee!

BUCHTIPP: „Mein Keto-Kochbuch“ von Bruce Fife

Werde kreativ!

Auch die leeren Schalen der Kokosnuss lassen sich vielfältig weiterverwenden, die Möglichkeiten dafür sind unbegrenzt. 

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