Mineralisationsstörungen der Zähne

Mineralisationsstörungen zeigen sich als Strukturfehler in der Zahnhartsubstanz. Diese Erscheinung - als Kreidezähne bezeichnet - ist nicht neu, aber in den letzten Jahren immer auffälliger geworden. Doch es gibt Erklärungen für die Entstehung und demzufolge Möglichkeiten und Lösungswege!
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Die MIH (Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation) wird definiert als systemisch bedingte Hypomineralisation der bleibenden ersten Molaren und Schneidezähne – eine Störung im Aufbau der Zahnhartsubstanzen.

Symptome

Oftmals zeigen sich Symptome aber schon im Milchgebiss.

Die Zähne zeigen weiß-gelbliche oder gelb-braune, unregelmäßige Farbflecken bis hin zu Oberflächenrauhigkeiten, Porösitäten und Absplitterungen von Schmelz- und Dentinanteilen in unterschiedlichem Ausmaß.

Betroffene Kinder leiden oft bereits bei Durchbruch der Zähne an erhöhter Schmerzempfindlichkeit!

Kam Ihr Kind schon mal mit abgebrochenen Milchzähnen vom Spielen nach Hause – ohne Zeichen von äußeren Gewalteinwirkungen?!

Ist das Zähneputzen ein Reizthema?

Mögliche Ursachen

Sämtlichen Berichten zufolge befinden sich die Ursachen und die Entstehung dieser Fehl- oder Mangelerscheinungen bis heute in einer großen dunklen Wissenslücke.

Gehen wir mal zum Anfang . . .

Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. Bereits in der fünften bis achten Schwangerschaftswoche bilden sich die Zahnanlagen heraus. Die Zahnanlage ist die Vorstufe vom Zahn, dessen Ausformung sich in verschiedenen Stadien entwickelt.

Da die Ausbildung des Zahnschmelzes der ersten Molaren und der Schneidezähne zwischen dem achten Schwangerschaftsmonat und dem vierten Lebensjahr stattfindet, wird die Störung auf die Lebensumstände des betroffenen Kindes und seiner Mutter in dieser Zeitspanne zurückgeführt.

Als weitere mögliche Ursachen werden in der Literatur unter anderem diskutiert:

  • Dioxinbelastung der Muttermilch,
  • Probleme im letzten Monat der Schwangerschaft, Frühgeburten,
  • respiratorische oder bläschenbildende Erkrankungen in den ersten beiden Lebensjahren,
  • die Einnahme von Medikamenten, wie Tetrazyklin (Antibiotikum) während der Schwangerschaft und bei Kindern bis zum siebenten Lebensjahr kann im Milch- und bleibenden Gebiss zu Zahnverfärbungen und bei hoher Dosierung zu Veränderungen des Schmelzes führen. Gleiches gilt bei der Einnahme von Cortison.
  • Aufnahme von Bisphenol A – dem Weichmacher, der in Schnullern oder in Kinderspielzeug enthalten sein könnte.

Die Dentalfluorose zeigt sich als weiße Flecken an den Zähnen und entsteht als Folge einer dauerhaft überdosierten systemischen Fluorideinnahme während der Schmelzbildung und -reifung.

An den rauhen Oberflächen dieser unzureichend mineralisierten Zähne kommt es zu einer vermehrten Plaqueanlagerung und in Folge dessen zu Karies.

Was tun?

Je nach Schweregrad erstreckt sich die Therapie über den Bereich der Intensivprophylaxe bis hin zu restaurativen Maßnahmen.

Während des Schreibens dieses Artikels habe ich mich noch einmal intensiv mit diesem Thema beschäftigt, sämtliche Fachartikel dazu gelesen und Erkenntnisse und Fakten verglichen – zwischendrin öfters die Haare gerauft – und möchte nun in Anbetracht meiner eigenen beruflichen Erfahrungen betroffenen Familien folgenden dringlichen Rat geben:

Es geht hier um die Gesundheit, die Entwicklung und das Leben Ihres Kindes.

Lassen Sie sich keinesfalls auf experimentelle Versuche ein. Der Preis dafür ist viel zu hoch!

Begeben Sie sich daher ohne Umwege in Behandlung eines speziell ausgebildeten Fachzahnarztes für Kinder-Zahnheilkunde mit Qualifikationen in Umweltzahnmedizin und/oder ganzheitlich biologischer Zahnmedizin. Er wird die richtige Behandlungsmethode finden, ohne weitere Schadstoffe in den Mund Ihres Kindes einzubauen und die entsprechenden Maßnahmen zur Intensivprophylaxe treffen.

Darüber hinaus beleuchten Sie Ihren Lebensstil – welche Gewohnheiten geben Sie Ihrem Kind mit auf dem Weg?

Ihre Eigeninitiative steht hier an vorderster Stelle!

Die Zähne zeigen schließlich den Zustand des Gesamtorganismus an, deshalb ist eine Störung der Zahnstruktur auch ganzheitlich anzuschauen.

Bei der Optimierung der Ernährung geht es absolut nicht um die Supplementierung von Einzelsubstanzen für ein “Einzel-Symptom”, sondern um das breite Angebot eines ALL-INCLUSIVE Buffet`s für den ganzen Körper.

Die Basis, um den umfassenden Mangel überhaupt beseitigen zu können und nicht nur zu verschieben, ist das Auffüllen aller Speicherplätze des Organismus durch eine dauerhafte umfassende Versorgung!

Das gewissenhafte Zähneputzen mit Achtsamkeit für jeden einzelnen Zahn ermöglicht saubere und zugängliche Oberflächen, um die Bausteine von außen über den Speichel an die Baustellen anzuliefern.

Zahnhartsubstanzen und auch Knochen können nur dann aufgebaut und repariert werden, wenn der Körper die dafür notwendigen Bausteine (ERNÄHRUNG) zur Verfügung hat, die Bauarbeiter (Dentin- und Knochenbildnerzellen) motiviert und informiert (über Enzyme, Hormone und Botenstoffe) sind, um den Bauplan zu erfüllen.

Und während sie arbeiten, dürfen sie auch nicht gestört werden.

Alle tieferen Reparaturvorgänge laufen im Parasymphatikus, also in der Phase der Entspannung und Erholung ab. Dazu ist ausreichend langer und tiefer erholsamer Schlaf eine sehr bedeutende Voraussetzung. Bedenken Sie, dass auch Strahlungen von Funknetzen den Parasymphatikus stören – also Mobiltelefone, WLAN, Funkwecker in der Nacht ausschalten!

Eine regelmäßige Bewegung an der frischen Luft hilft Stress abzubauen und ermöglicht anschließende Entspannung, setzt außerdem wichtige Wachstumsimpulse für die körpereigenen Regulationsmechanismen.

Grundsätzlich gilt: Alle Maßnahmen, die die Knochen stärken, sind auch der Zahngesundheit zuträglich.

Führen Sie bestenfalls das Tagebuch der Balance, hier werden anfangs eine Woche lang sämtliche Alltagsabläufe notiert, danach lässt sich erkennen, wo Bedarf zur Veränderung besteht und wie die Veränderungen umzusetzen sind.

Möchten Sie noch mehr dazu erfahren und welche Maßnahmen genau Ihnen in Ihrem Fall weiterhelfen können, dann nutzen Sie mein Angebot der individuellen persönlichen Beratung und Begleitung. Formulieren Sie Ihr Anliegen mit Hilfe des Anamnesebogens, ich melde mich bei Ihnen zur Vereinbarung eines Beratungsgespräches.

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Ein Kommentar

  • Unter Zahnempfindlichkeit leidet mein Sohn. Vom Arzt habe ich von den Mineralisationsstörungen gehört. Gegen die Hypomineralisation kämpfen wir noch. Ich hoffe, mit dem Wechsel des Milchgebisses wird das Problem beseitigt. Danke für die Gedanken dazu, sehr hilfreich!

    Antworten

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