Dieser Artikel erschien ursprünglich 2021 und wurde 2026 mit neuen Erkenntnissen zur Zellernährung für die innere Balance ergänzt.
Gesunde Menschen strotzen nur so vor Energie!
Gute Lebensenergie hat hochschwingende Frequenzen. Sie zeigt sich in ganzheitlichem Wohlbefinden und kraftvoller Vitalität, starker Widerstandskraft und in der Entfaltung von persönlichen Potenzialen.
Du bekommst ein bestimmtes Potenzial an Lebensenergie bei der Geburt mit auf deinen Lebensweg. Doch im Laufe deines Lebens hast du es selbst in der Hand: du kannst diese Energie aktiv pflegen und aufbauen – oder sie durch eine ungünstige Lebensweise vorschnell verbrauchen.
Aber wie genau entsteht diese Energie – die Kraft in uns?
Lebensenergie erzeugt unser Organismus im Energie-Stoffwechsel. Dieser Prozess findet tief in unserem Inneren statt: in den Mitochondrien, den Kraftwerken unserer Zellen.
Um zu verstehen, wie wir unsere Vitalität steuern können, hilft ein kleiner Exkurs in die Biologie.
Was sind Mitochondrien und wie erzeugen sie Zellenergie?
Mitochondrien sind winzige Zellorganellen, die zu Hunderten oder Tausenden in fast jeder Körperzelle vorkommen (außer in den roten Blutkörperchen). Sie produzieren die Energie, die deine Zelle zum Funktionieren und die du zum Leben brauchst. Während ein Minimum an Energie dich lediglich am Leben erhält, sorgt ein hohes Energielevel für jene kraftvolle Vitalität, die wir uns alle wünschen.
Der faszinierende Aufbau deiner Zellkraftwerke
Ein Mitochondrium hat etwa die Form einer Bohne und ist von einer doppelwandigen Zellmembran umschlossen. Während die äußere Membran glatt ist, weist die innere eine stark gewellte Form auf. Dadurch entsteht eine riesige Oberfläche für chemische Reaktionen.
Wichtig für dich zu wissen: Diese Membranen bestehen maßgeblich aus Fettsäuren.
In einem anderen Artikel auf diesem Blog beschreibe ich ausführlicher, warum die
👉Versorgung mit hochwertigen Fetten so entscheidend für die Stabilität deiner Zellkraftwerke und für die Ausführung der Zellfunktionen ist.
Energiegewinnung und die empfindliche DNA
Im Inneren des Mitochondriums befindet sich die flüssige Matrix (blau dargestellt), eine hochkonzentrierte Mischung aus Proteinen, Enzymen und mitochondrialen DNA-Ringen.
Innerhalb dieser Matrix findet die Energiegewinnung statt.
Das Besondere an der mitochondrialen DNA:
Mitochondrien besitzen ein eigenes Genom mit einem eigenständigen Verdopplungszyklus. Daher gibt es viele Kopien dieser DNA Ringe, die frei in der Matrix herum schwimmen.
Allerdings ist diese mitochondriale DNA sehr anfällig für Beschädigungen und besitzt kaum Reparaturkapazitäten. So kommt es häufig zu Mutationen innerhalb dieser DNA.
Weil aber viele Kopien dieser DNA-Genome in der Matrix vorhanden sind (durch den eigenständigen Verdoppelungszyklus), hat das den Vorteil, dass bis zu 20% bereits veränderter Gene noch kompensiert werden, ohne dass der Mensch gesundheitliche Beeinträchtigungen spürt.
Wir verspüren Energieverlust und Krankheitssymptome meist erst dann, wenn die Schädigung der Mitochondrien weiter fortschreitet, so dass zu wenig Energie produziert wird, die Zellen ihre spezifischen Funktionen nicht mehr richtig ausführen können, sich nicht regenerieren und erneuern können und uns buchstäblich die Energie ausgeht:
Ab 40% Schädigung: Müdigkeit, sinkende Belastbarkeit, Gewichtsschwankungen oder plötzliche Unverträglichkeiten (Nahrungsmittel/Alkohol) treten auf.
Ab 60% Schädigung: Kommen Stress, Medikamente oder Umweltschadstoffe hinzu, können massive Krankheitsbilder entstehen.
Die Quelle dieser Informationen findest Du im Buchtipp:
👉 “Mitochondrientherapie – die Alternative!” *
von Dr. Bodo Kuklinski und Dr. Anja Schemionek
Veränderungen im Mitochondrien-Genom werden sogar in der Forschung zur Aufklärung von Abstammungslinien der Arten, sowie verschiedener ethnischer Gruppen des Menschen genutzt. So etwa vom Genographic-Projekt.
Neben Energieproduktion haben Mitochondrien allerdings noch weitere bedeutsame Funktionen.
Funktionen und Aufgaben der Mitochondrien
Die Hauptaufgabe der Mitochondrien ist die Energiegewinnung.
Als Ausgangsstoffe für den Prozess der Energiegewinnung dienen Makronährstoffe aus der Nahrung: Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.
Aber auch körpereigene Fette (und im ungünstigsten Fall auch körpereigene Proteine) können über die Mitochondrien in Energie umgesetzt werden.
Der Körper kann Glucose (Zucker aus Kohlenhydraten) und Ketone (aus Fetten) gleich gut in den universellen Energieträger ATP umwandeln.
1. Die Glycolyse – das Notstromaggregat
Die Glycolyse spaltet ein Glucose-Molekül in zwei Pyruvat-Moleküle auf. Dieser Vorgang setzt ein, sobald Glucose ins Zellinnere gelangt, noch bevor die Mitochondrien aktiv werden. Damit ermöglicht die Glycolyse sofort verfügbare Energie, was lebenswichtig ist für Zellen ohne Mitochondrien oder für Zellen mit bereits geschädigten Zellkraftwerken.
2. Der Citratzyklus: Die Turbine in der Matrix
In gesunden Zellen werden die aufgespaltenen Pyruvat-Moleküle nun in die Mitochondrien transportiert und dort im Citratzyklus unter Mitwirken wichtiger CO-Faktoren weiter aufgespalten.
Sind die CO-Faktoren:
- Sauerstoff
- Vitamine B1 und B2,
- α-Liponsäure und
- Magnesium
nicht in ausreichender Menge und bioverfügbarer Form in der Zelle vorhanden, staut sich das Pyruvat und wird schließlich zu Milchsäure (Laktat) abgebaut.
Du merkst es am Muskelkater nach dem Sport und schneller Erschöpfung.
Ist jede deiner Zellen gut mit Sauerstoff und Mikronährstoffen versorgt, baut sich das Pyruvat mit Hilfe von Enzymen noch weiter ab. Mit jedem Abbauschritt wird Energie frei, die einerseits die Zellfunktion aufrechterhält und darüber hinaus von Trägermolekülen aufgenommen wird, um über verschiedene Stoffwechselwege in andere Körperregionen zu fließen, und die Zellen, Gewebe und Organe mit Energie versorgen, die gerade einen erhöhten Energiebedarf haben.
3. Die Atmungskette: Das ATP-Wunder
Zwischen den beiden Membranwänden der Mitochondrien liegt die Atmungskette.
Hier verbinden sich die von den Ausgangs-Molekülen zuvor abgespaltenen Wasserstoff- und Sauerstoffatome neu.
Dabei entstehen Wasser, Kohlendioxid und eben das energiereiche ATP-Molekül. Die Währung jeder Zelle!
Auch hierfür sind Mikronährstoffe als wichtige CO-Faktoren unverzichtbar:
- Coenzym Q10,
- Vitamin B2, B3
- Eisen,
- Magnesium,
- Schwefel,
- Kupfer und
- Omega-3 Fettsäuren!
Die Omega-3 Fettsäuren schützen deine Zellwände und Enzymkomplexe vor Schadstoffen, Viren und freien Radikalen!
Energiegewinnung aus Fetten
Neben Zucker kann unser Körper Energie auch aus Fettsäuren gewinnen. Diesen Prozess nennt man ß-Oxidation. Da Fette jedoch chemisch gesehen reaktionsträge sind, müssen sie für die Energiegewinnung erst „aktiviert“ und in das Innere der Mitochondrien eingeschleust werden. Hierfür sind Coenzym A und der Mikronährstoff Carnitin als Transporthelfer unverzichtbar.
Die Mikronährstoff-Formel für den Fettstoffwechsel
Damit dieser Umwandlungsprozess aus körpereigenen Bausteinen in verfügbare Energie reibungslos funktioniert, benötigt dein Stoffwechsel ein Team aus spezialisierten Helfern. Fehlen diese, bleibt das gespeicherte Fett in den Depots gebunden, anstatt in vitale Energie umgewandelt zu werden.
Für einen aktiven Fettstoffwechsel braucht dein Körper:
- Biotin & Magnesium
- Vitamin C & Eisen
- B-Vitamine (B2, B3, B6, B12)
- Die Aminosäuren Methionin und Lysin
Nur wenn diese Mikronährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind, können die Mitochondrien Fett als effektiven Brennstoff nutzen. Das ist besonders wichtig zu beachten, wenn du deinen Stoffwechsel reaktivieren und deine allgemeine Vitalität steigern möchtest.
Ketose & Gluconeogenese: Das intelligente Hybrid-System der Natur
Unser Körper ist ein Meister der Effizienz. Wenn wir keine Nahrung aufnehmen (z. B. nachts oder beim Fasten), aktiviert er ein ausgeklügeltes „Hybrid-System“, um unsere Überlebensfähigkeit zu sichern.
1. Ketose (Der Fettantrieb)
Die Ketose ist der Zustand, in dem dein Körper gespeichertes Körperfett als Hauptenergiequelle nutzt. Die Leber wandelt Fettsäuren in hocheffiziente Ketonkörper um. Diese dienen als „Super-Treibstoff“ für deine Muskeln und den Großteil deines Gehirns.
2. Gluconeogenese (Der Zucker-Generator)
Gleichzeitig wirft die Natur den Notfall-Generator an: die Gluconeogenese. Da einige spezialisierte Zellen (wie rote Blutkörperchen und Teile der Nieren) zwingend Zucker (Glucose) benötigen und kein Fett verbrennen können, baut der Körper diesen Zucker einfach selbst. Aus Aminosäuren und Glycerin-Bauteilen.
Warum der Zuckerstoffwechsel immer Vorrang hat
Die Natur hat die Abläufe unseres Stoffwechsels klar geregelt und abgesichert.
Das ist wichtig zu wissen, wenn du „Problemzonen“ abbauen willst, oder deinen Stoffwechsel in gesunde Balance bringen möchtest:
Ketose und Gluconeogenese laufen nur ab, wenn der Insulinspiegel niedrig ist!
Sobald du Kohlenhydrate oder Zucker isst, schüttet der Körper Insulin aus.
Dieser Vorgang hat für den Organismus oberste Priorität. Und das aus lebenswichtigem Grund:
Zu viel Zucker im Blut wirkt „aggressiv“. Er verursacht oxidativen Stress und schädigt durch klebrige Ablagerungen (Glykation) deine Gefäße und die empfindlichen Mitochondrien. Um diesen Schaden abzuwenden, muss der Zucker sofort „aufgeräumt“ und in die Zellen, oder in die Körperspeicher verfrachtet werden.
Insulin wirkt dabei wie ein strenger Türsteher:
Solange er damit beschäftigt ist, Zucker in die Zellen zu schleusen, hält er die Tür zur Fettverbrennung massiv verschlossen. Der Körper schaltet komplett auf den Kohlenhydratstoffwechsel um, und der Fettstoffwechsel stoppt sofort.
Erst wenn der Blutzuckerspiegel sinkt und der Insulin-Türsteher Feierabend macht, gibt er den Weg für die Fettverbrennung wieder frei.
Stress als Stoffwechselsaboteur: Die Rolle von Cortisol
Auch Stress spielt eine entscheidende Rolle für den Stoffwechsel. Das Stresshormon Cortisol signalisiert dem Körper Gefahr und veranlasst die Leber, Zuckerreserven auszuschütten, um Energie für „Flucht oder Kampf“ bereitzustellen.
Das Ergebnis: Der Blutzuckerspiegel steigt, Insulin wird ausgeschüttet. Die Fettverbrennung wird blockiert, selbst wenn du gar keinen Zucker gegessen hast.
Fazit: Die Natur hat dieses System erschaffen, um uns unabhängig von ständiger Nahrungsaufnahme zu machen. Wir sind darauf ausgelegt, auch in Zeiten von Nahrungsmittelknappheit gut von unseren inneren Reserven leben zu können.
Die Gluconeogenese & die Ketose stellen dabei sicher, dass unsere Zellen niemals leer laufen. Vorausgesetzt, unser Stoffwechsel ist in Balance. Und wir geben unseren Mitochondrien die Chance, diese Balance mit genügend Energie zu regulieren.
Mitochondrien sind aber noch sehr viel mehr, als nur Energie-Kraftwerke!
Sie sind die interne Logistikzentrale der Zelle!
Mitochondrien leisten weit mehr als „nur“ die Produktion von Energie in Form von ATP.
Im Citratzyklus, der in den Mitochondrien abläuft, entstehen durch die Aufspaltung von Pyruvat wichtige Aminosäuren als unverzichtbare Baustoffe für neue körpereigene Proteine, die dein Körper für die tägliche Regeneration und Erneuerung deiner Zellen benötigt.
Außerdem spielen die Mitochondrien eine große Rolle für die Entgiftung und Regulation des hormonellen Gleichgewichts!
In hormonbildenden Geweben sind die Mitochondrien die Geburtsstätte lebenswichtiger Steroidhormone.
Sie steuern unter anderem:
- Die Cholesterin-Bildung: Die unverzichtbare Basis für fast alle deine Hormone.
- Cortisol: Dein wichtigstes Stress- und Aktivitätshormon.
- Aldosteron: Der Regulator für deinen Flüssigkeitshaushalt und Blutdruck.
Darüber hinaus unterstützen sie deinen Körper aktiv bei der Entgiftung.
Indem sie beispielsweise giftiges Ammoniak in harmlosen Harnstoff umwandeln. Auch für die Apoptose (den programmierten Zelltod) ist ihre Leistungsfähigkeit entscheidend. Dabei geht es um einen fundamentalen Prozess deines Immunsystems, defekte Zellen rechtzeitig aufzulösen.
Sogar das sensible Kalzium-Gleichgewicht in deinen Zellen wird durch die Aufnahmekapazität der Mitochondrien stabil gehalten.
Fazit: Heilung beginnt mit Aktivierung deiner Energie in den Mitochondrien!
Deine körperliche und mentale Leistungsfähigkeit steht und fällt mit der Gesundheit deiner Zellkraftwerke. Wenn du deine Mitochondrien gezielt durch die richtige Ernährung, die passenden Mikronährstoffe und ein bewusstes Stressmanagement unterstützt, aktivierst du deine Lebensenergie direkt an der Wurzel.
Es ist ein Weg der kleinen Schritte, die in der Summe einen großen Unterschied für deine gesamte Lebensqualität bewirken.
Dein nächster Schritt zu mehr Zellpower
Theorie ist wertvoll, aber erst der richtige Treibstoff bringt die Veränderung.
Wenn du wissen möchtest, welche Rolle hochwertige Fette für deine Balance auf Zellebene spielen, ist dies mein Lesetipp für dich:
👉 Gesunde Fette: So aktivierst du deine Zellenergie
Stoffwechsel und Zellgesundheit sind Themen, die man nicht an einem Tag meistert.
Es ist eine Reise, auf der ich dich gerne begleite.
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