Märchen und Legenden und ein Körnchen Wahrheit

Es sind vielleicht die wichtigsten Tage des gesamten Jahres. Sie sind mystisch, voll purer Energie und bieten eine Reihe an Möglichkeiten, die entdeckt werden wollen - DIE RAUHNÄCHTE und ihre überlieferten Geschichten.

Die langen Winterabende, als sich die Menschen noch am warmen Ofen versammelt haben, lieferten den besten Stoff für die schönsten Märchen, die bis heute noch weiter erzählt werden.

Ein solches Wintermärchen ist die Geschichte von Frau Holle, ein echtes Volksmärchen mit vermutlich sehr langer mündlicher Erzähltradition, die weit vor den Brüdern Grimm ihren Ursprung hat. 

Steckt da vielleicht noch mehr dahinter? Ich habe recherchiert und wieder einmal schließen sich ein paar Kreise.

Frau Holle – mal anders

Die Frau Holle, auch Holde, Holla oder Hulda genannt, galt ursprünglich als die oberste Muttergöttin mit der Güte der Mutter Erde und dem strahlenden Licht des Himmels.

Sie regiert über die Elemente, das Wetter, den Wandel der Jahreszeiten. Sie wacht über den Kreislauf des Entstehens und Vergehens, ist Schutzpatronin der Fruchtbarkeit, der Landwirtschaft, und auch – der Spinnerinnen

Sie selbst besitzt eine goldene Spindel, mit der sie die Fäden des Schicksals spinnt, die wiederum von den drei Schicksalsweberinnen (Nornen) zwischen dem Zeitpunkt der Geburt und des Todes eines Menschen zum Teppich seines Lebens verwoben werden. 

Frau Holle ist fähig, mit großer Geschwindigkeit und enormen Kräften durch die Lüfte zu fahren. Bereits im Herbst sammelt sie die Seelen der im letzten Jahr Verstorbenen (Pflanzen, Tiere und Menschen) in einem wilden Zug ein, um sie in ihr unterirdisches Reich zu führen, ihre Energien dort zu transformieren.

In den Rauhnächten, so lauten die alten Geschichten, öffnet Odin selbst die Tore zur Unterwelt und Geister, Dämonen, Untote und verlorene Seelen steigen daraus auf, um dann als Odins Gefolge in der Wilden Jagd durchs Land zu fegen und ihr Unwesen zu treiben. 

Vor allem im alpinen Raum herrschten in der Winterzeit von jeher starke, tosende Stürme. Diese schürten die Angst der Menschen vor den dunklen Wesen nur noch mehr und verstärkten so den Glauben an die Wilde Jagd.

Die Menschen fürchteten das Wilde Heer und machten ihre Höfe winterfest. Sie räumten auf, reparierten, was sie erhalten wollten, putzten Haus und Hof, räucherten auch die Ställe aus, um die toten Seelen wieder zu vertreiben und sich vor der Verbreitung von Krankheit und Tod zu schützen

In einigen Gegenden, vor allem in Süddeutschland, zogen die Menschen laut lärmend durch die Lande. Zumeist trugen sie gruselige Masken, welche dem Bösen Angst einjagen sollte.

In den Rauhnächten ist Frau Holle selbst, auch unter dem Namen Percht bekannt, an Odins Seite unterwegs als Anführerin der Wilden Jagd, um:

  • wieder einzufangen und mit sich zu nehmen
  • was nicht mehr lebendig ist, 
  • der Erneuerung im Wege steht
  • nicht zugeordnet werden kann oder 
  • keinen Nutzen mehr bringt
  • um aufzuräumen und Platz zu schaffen
  • damit wieder Neues entstehen kann. 

Frau Holle steht damit auch für Sauberkeit und Einhaltung der göttlichen Ordnung.

In den Rauhnächten segnet sie zugleich die Erde, damit sie im neuen Jahr Fruchtbarkeit und eine reiche Ernte hervorbringt.

Ihre goldene Spindel ruht während der Rauhnächte – so soll alles in dieser Zeit ruhen. 

Die Menschen sollen sich erholen und sich voll und ganz auf ihr Innerstes besinnen und somit zum Wesentlichen zurückkehren.

In Zeiten, als die Nächte wahrlich rau waren, fürchteten die Menschen wohl nichts so sehr wie den Zorn der Gottheiten. Die Zeiten waren hart und die Winter lang. In der Natur noch etwas Essbares zu finden, war nahezu unmöglich. Jeder Winter war ein erbitterter Kampf um das eigene, nackte Überleben. Die Ernte war eingefahren, das Feuerholz geschlagen und nun blieb ihnen nichts weiter übrig als zu hoffen, dass es reichen würde, um den Winter zu überstehen. Man rückte zusammen, teilte sich Vorräte, Wärme, Gesellschaft.

Rituale, Zeremonien und Gebete halfen den Menschen, sich auf ihr Ziel, den neuen Frühling zu erleben, zu konzentrieren. Was auch sonst konnten sie jetzt noch tun? So boten sie ihren Göttern Opfer dar um Gutes zu erbitten und zelebrierten so manchen Brauch um das Böse zu verjagen.

Und heute noch –  wurde einiges übernommen für die Zeit um den Jahreswechsel – in den besagten Rauhnächten. 

Diese Zeit steckt voller Wunder, du wirst sie sehen, wenn Du Dich darauf einlässt.

Beobachte die Welt um dich herum ganz genau und achte in jenen Tagen vor allem auch auf den Wandel in deinem Inneren. 

Was geht in all der Zeit in dir vor? 

Beobachte dich selbst ganz genau und bringe deine Gedanken zu Papier.

Ich kann dir nur ans Herz legen, es Dir genau aufzuschreiben, um nichts zu vergessen.

Heute plagen uns seltener Hunger und Kälte, doch auch wenn wir nicht mehr um unser pures Überleben besorgt sein müssen, so haben auch wir mit unseren, zumeist inneren Dämonen zu kämpfen.

Häufig fühlt es sich so an, als würde uns die Zeit davon rennen. Oft kommen wir nicht hinterher, es passiert so viel, was uns müde macht und resignieren lässt. Am Ende eines Jahres sind wir immer häufiger nur noch leer und mit unseren Kräften am Ende. 

Gerade deshalb ist es umso wichtiger, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.

Stelle Dich Deinen inneren Dämonen des letzten Jahres, verabschiede sie in Dankbarkeit, dass sie bisher Deine Lehrmeister waren – ab sofort gehst Du den Weg, der für dich der Richtige ist.

 

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